Papiergeschichte

105 n. Chr.
Der chinesische Hofbeamte Tsai Lun beschreibt als erster die Technik des Papiermachens.

751
chinesische Kriegsgefangene eines arabischen Heeres gaben das Geheimnis des Papiermachens preis und machten die Technik so auch im europäischen Kulturkreis bekannt.

1144
Erste Papiermühle in Spanien

1246
Älteste erhaltene Papierhandschrift in Deutschland: ein Registerbuch des Passauer Domdechanten Beheim, geschrieben auf italienischem Papier.

1282
Das älteste Wasserzeichen stammt aus Fabriano in Italien.

1390
Ulman Stromer errichtet in Nürnberg unter dem Namen Gleismühl die erste Papiermühle in Deutschland.

1445
Gutenberg erfindet die Buchdruckkunst mit variablen Lettern, für die er zunächst Papier aus Italien einsetzt.

1590
Ende des 16. Jahrhunderts existieren in Deutschland 190 Papiermühlen.

1711
Erfindung des Holländers, der statt des Stampfprinzips das Walzprinzip bei der Faseraufbereitung nutzt.

1774
Dr. Justus Claproth bringt das erste Buch über Papierrecycling heraus: "Eine Erfindung aus gedrucktem Papier wiederum neues Papier zu machen."

1785
In Paris erfindet der Chemiker Berthollet die Bereitung von Chlorgas aus Kochsalz, konzentrierter Schwefelsäure und Braunstein. Er empfiehlt dessen Anwendung für die Bleiche von Hadern für die Papierherstellung.

1799
Erstes Patent für eine Papiermaschine von Nicolas Louis Robert. Diese Papiermaschine ersetzte drei bis vier Schöpfbütten.

1843
Der sächsische Webermeister Friedrich Gottlob Keller führt Experimente durch, bei denen er Holz unter Zugabe von Wasser unter Druck an einen rotierenden Schleifstein presste und dabei Faserstoff gewann.

1851
Erstmalige Herstellung von Zellstoff durch die Chemiker Hugh Burgers und Charles Watt.

1871
In den USA wird vom erstmaligen Gebrauch von Toilettenpapier in Rollenform berichtet.

1872
Gründung des Verbandes Deutscher Papierfabriken in Frankfurt.

1906
In San Fransisco wird die erste Milchtüte aus Papier hergestellt.

1925
1925 lag die Altpapiereinsatzquote bei rund 10 Prozent. Heute werden rund 61 Prozent eingesetzt.

1945
Im Potsdamer Abkommen legen die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges einen Pro-Kopf-Verbrauch von sieben Kilogramm fest.

1968
Inbetriebnahme des ersten Duo-Formers, der eine wichtige Verbesserung für die Doppelsiebblattbildung bedeutete.

1990
Seit Ende der 80er Jahre wird in Deutschland keine Elementarchlorbleiche mehr vorgenommen. Die Bleiche mit Chlordioxid beim ECF-Zellstoff und mit Sauerstoff und Sauerstoffverbindungen beim TCF-Zellstoff hat sich seitdem vor allem in Europa durchgesetzt.

2010
Laut einer Studie der Welternährungsorganisation FAO wird der weltweite Papierbedarf jährlich um drei Prozent steigen.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 11.00 - 18.00 Uhr
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Eintrittspreise
Einzelbesucher 3,- €, Kinder bis 11 Jahre Eintritt frei
Jugendliche ab 12 Jahre 2,- €, Familienkarte 6,- Euro
Gruppen ab 15 Personen 2,- €/Person
Führungen für Erwachsene 26,- € pauschal + 2,- € / Person
Schulklassen ohne Führung Eintritt frei, mit Führung 1,- €/ Person
Papiermuseum Düren
Wallstraße 4-8, 52349 Düren
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